Ah, Sommer…
., wie ist er cool, wie ist er lässig. Wer mag sich daran noch erinnern, wie das einst war: Die Füße im Sand vergraben, das kühle Bier in der Hand, die Sonne brannte und der Rücken rieb sich am Liegestuhl.
Welche Dramatik dagegen dieses Jahr. Wolkenstürme und -türme. Jeden Tag neue Wolkengebilde, die sich gleich Horden von Orks und Trollen schwärzlich über die Berge bewegen. Wilder Stoff für die Phantasie allerorten. Verhüllte Gestalten, die durch strömenden Regen huschen. Bikini und Minirock finden sich gerade mal auf veranzten Bildern, die auf tumblr getauscht werden.
Sommerregen, das war mal was warmes, angenehmes, gemacht für nackte Füsse in patschenden Pfützen. Fast jeder aus meiner Umgebung leidet an einem Schnupfen, einer Magen-Darm-Grippe oder schlicht an einem fetzenden Husten, der Rippen staucht. Sommer, nicht wahr? Juli, alle Wetter!
Rudi Carell hören in der Endlosschleife. Videospielen den ganzen Tag. Mal zusammen mit den Katzen einfach alles verpennen. Vergraben in der Wärme, im Kissen und all dem. Mag das Unkraut auf der Veranda wachsen, der Grill verrosten, die Minze mannshoch stehen. Verzichte.
Die Pflanzen könnte man eigentlich wieder reinholen, den Pizzadienst auf Abo stellen und bei Itunes die Filme der letzten fünf Jahre in Serie sehen. Ausstellungen betrachten oder in Cafés abhängen, Spiegelungen auf regennassem Asphalt fotografieren, Sammlungen sortieren, Galerien vorbereiten, Feuerzangenbowle anheizen, Glühwein trinken…
Ah, was für ein Sommer.
Flanellschlafanzüge, Hüttenschuhe, Wollsocken, Kuscheldecken, Kakao, Kerzenlicht.
Sommer.