Zugbücher (zweiter Teil)
Fortsetzung von Zugbücher
Harlan Coben – Kein Sterbenswort
Es beginnt mit der unschuldigsten Beschreibung einer wirklich nachvollziehbaren Liebe, um in einem fulminanten Chaos aus einem Tarrantino acht Jahre später seine Fortsetzung zu finden. Die Geschichte eines Kinderarztes, dessen Frau in der Vergangenheit Opfer eines Serienmörders wurde, fügt Erzählstränge zusammen, die in ihrer rasanten Brutalität erst nicht recht zusammenpassen wollen. Doch Gemach: Was sich hier entwickelt, das ist ein unentdecktes Meisterwerk für ein ideenloses Hollywood. Ein Thriller, der auf einer Kindergartenliebe aufbaut, den Tod in Frage stellt und unter Einbeziehung aller bekannten Klischees das Breitwandformat erreicht. Die Bronx sind der Dschungel, Anwältinnen kalte Helden, Cops Abziehbilder von Bogart und der Held ist in einer Welt, deren Regeln er noch nicht kennt. Das war in einem Tag gierig runter gelesen.
Lan Samantha Chang – Das Alphabet der Fremde
Kleine Miniaturen aus dem Leben chinesischer Einwanderer in Amerika, und dem Konflikt, den sie innerlich und äußerlich austragen. Sehr ruhig, zumeist aus der Sicht starker, zurückhaltender Frauen erzählt, breitet sich der Mikrokosmos beengter Wohräume aus, in denen Menschen versuchen die eine Identität zu finden, während sie eine alte nicht unbedingt verlieren wollen. In seiner klaren, warmen Schilderung sehr groß, auch wenn es nur um kleine Dinge geht.