Man nehme ein altes Photo und halte es in die Realität, und schon hat man ein analoges Mashup der feinsten Art. Morgen hat das natürlich bing und Google, aber bis dahin sollte man sich das mal anschauen.
Man rechnet mit dem Schlimmsten: Am 30 April 2015 läuft das Urheberrecht des bayrischen Finanzministeriums nach 70 Jahren an “Mein Kampf” ab. Scheinbar wird an den Ausgaben, die dann heraus kommen sollen, schon gearbeitet. Im positiven Fall wie der Buchreport die Welt zitiert geht es um kommentierte Fassungen, doch es wird wahscheinlich auch andere geben.
Es gab heute zwei Artikel, die mir im Spiegel sehr gefallen haben. Der eine Artikel glossierte den Blog von Ralph-Thomas Niemeyer, und stellte kurz die Beziehung von Sarah Wagenknecht und ihrem Mann vor. Beide hatten es bisher sehr gut hinbekommen den Boulevardjournalismus zu umschiffen. Nun – wo es nichts zu finden gibt, da liest man halt Blogs. Und in diesem Fall wirkte nun alles sehr sympathisch normal, und angenehm selbstironisch.
Der andere Artikel ging über Terry Pratchett, von dem ich bisher noch nichts gelesen hatte (obwohl er mir hin und wieder wärmstens empfohlen wird). Ich wußte nichts darüber, das Terry Patchett an Alzheimer erkrankt ist und in England um das Recht auf Sterbehilfe kämpft. Die Art und Weise wie er seine Krankheit und das Leiden darum thematisiert und angeht, fand ich beeindruckend nachvollziehbar und so normal, das man sein Anliegen spontan unterstützen möchte. Ich würde gerne seinen Vortrag dazu komplett lesen, und werde mich in den nächsten Tagen mal auf die Suche machen.
Also bis zur Hälfte denkt man irgendwas und sucht den Grund, warum man sich das anschaut. Ich bitte euch: Durchhalten. Und: Unbedingt dranbleiben und aushalten. Den ohnen den Anfang funktioniert das nicht. Geruckelt hat es auch bei mir. Entweder ich brauche einen neuen Rechner, oder eine bessere Internetanbindung oder Myspace braucht neue Server. Egal. Schaut es euch nötigenfalls zweimal an, es ist schon erstaunlich.
Pavel Kapluns Weg verfolge ich schon seit einigen Jahren in der Fotocommnity. Bedauerlicherweise lässt die Fotocommunity es nicht zu, das man ihre Fotos in Blogs einbindet (Es handelt sich hierbei um eine Funktion, die – aller Wahrscheinlichkeit nach, wenn man im Plan liegt – im Jahre 2019 dort mit viel Getöse innovativ verwirklicht wird). Daher bin ich nun verdammt froh ihn auf flickr gefunden zu haben, wo er – und das ist jetzt echt seltsam – irgendwie überhaupt keine Beachtung erfährt. Dabei ist der Mann eine wandelnde Photosphop-Koryphäe. Ich kenne kaum jemand, der so versiert und verspielt mit dieser digitalen Malerei umgeht und sich dabei eher an alten Meistern als an modischen Trends orientiert. Und trotz alledem immer geradeaus seinen eigen Weg geht. Daher lege ich euch jetzt einfach mal sein Werk ans Herz. Der Mann ist gut, freundlich, nett und immer bereit sein Wissen zu teilen.
Wenn man Artikel über die Buchpreisbindung, ihre Folgen, ihre Durchsetzung und die aktuellen Probleme mit Amazon bzw. der Bezahlung von Autoren und Übersetzer liest, dann hat man einen ganz komischen Eindruck von den Beteiligten. Ziellosigkeit, Irritationen und das Unvermögen großen Mitspieler richtig auf die Füße zu treten, sowie Selbstüberschätzung und die unbeteiligten Kunden, die davon nicht mal etwas mitbekommen, verwirren den geneigten Leser, wenn man hier schaut: Streit um die Pflege der Preisdaten (Buchreport) (Inhalt: Amazon wurde verklagt, weil sie sich nicht an die Buchpreisbindung hielten und Bücher günstiger als in den Ladengeschäften verkauften)
Den Eindruck von Größe und einer 8-Milliarden-Umsatz-Branche-im-Jahr in Deutschland will einfach nicht in der richtigen Dimension aufkommen.
(Nicht direkt im Zusammenhang, aber auch im Hinblick auf das Wurschteln ist sicherlich noch interessant – auf der selben Seite – “Ladenhüter-Export“)
Eine sehr vielversprechende Doku, die wir auch gerne hier sehen würden, läuft anscheinend nun auf der BBC an und verspricht schon viel Spannung, Naivität und Begeisterung, für das, mit dem wir uns täglich beschäftigen: Das Web. Scheinbar, so nerdcore, wird die Doku auf einem Blog entwickelt und alle die Rang und Namen haben (Bill Gates, Tim Berners Lee etc.) wirken in irgendeiner Weise daran mit, geben Interviews und zeigen den Background, die Entwicklung und ihre Faszination für das Thema. Und – mal ungeachtete aller Kritik an den Multis – die Geschichte ist immer wieder interessant, egal von welcher Seite man sie betrachtet.
Es mag ja sein, das es der derzeitige Überdruss an immer gleichen Bildern ist, der vermehrt zur Polemik und Hardcore-Anleitung führt, wie man es nicht oder doch oder besser macht, aber dieses Buch von Dr. Martina Mettner von dem auf dem fotograf berichtet wird, scheint es wert zu sein, dass man es einfach mal näher betrachtet.
YuccaTreePost hat mal nach den 25 interessantesten Blogs abseits der A-Blogs gesucht. Ok, mir gefällt schon der Ausdruck A-Blogs nicht, auch gehe ich nicht gerne mit, wenn die Blogs sich wieder selbst an ihrer Bedeutung hochziehen, aber das ist eine nette Sammlung, die locker in den Kommentaren erweitert wird. Daher darf das hier mit einer dicken Empfehlung rein. Könnte es ruhig öfters geben. (via Perlentaucher)